Velofahrer erkunden das UNESCO Welterbe in Kehrsiten

Am Sonntag, 9. September 2018 fand die «palaFITtes» Velo-Sternfahrt statt. Das Amt für Denkmalpflege und Archäologie Luzern, das Museum für Urgeschichte(n) Zug in Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege und Archäologie Zug sowie die Fachstelle für Archäologie Nidwalden haben eine Velo-Sternfahrt organisiert, die Pfahlbau-Fundorte miteinander verbinden sollte. Von den drei Startorten Wauwil, Zug und Kehrsiten machten sich archäologisch-interessierte Velofahrer auf die Strecke, gemeinsames Ziel der Routen war das Schlossfest Heidegg in Gelfingen LU.

Der Startort Kehrsiten lag bei der 2003 zufällig entdeckten Pfahlbausiedlung, die seit 2011 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist. Hier organisierten die Fachstelle für Archäologie und der Kurverein Kehrsiten ein spannendes Programm, das auch Besuchern ohne Velo offenstand. Vor Ort präsentierten die Fachspezialisten wertvolle Fundstücke aus der im See liegenden Pfahlbau-Siedlung. All die fachlichen Fragen beantworteten die Spezialisten Herrmann Fetz und Emil Weber und sie erläuterten, wie wichtig die Fundstelle und deren Funde sind. Einer der Taucher, welche die Siedlung 2003 entdeckten, Thomas Christen aus Kehrsiten, fesselte die Besucher mit der eindrücklichen, fast unglaublichen, Geschichte der Entdeckung.

Gestärkt mit Kafi und Gipfeli, den Kopf voll mit Eindrücken aus der Welt der Pfahlbauer, machten sich die Velofahrer dann auf den Weg nach Schloss Heidegg, das Ziel der diesjährigen Sternfahrt. Dort fand das Schlossfest und der Heidegger Markt statt.

Das UNESCO-Welterbe der unter Wasser liegenden Fundstätte der Pfahlbausiedlung vor Kehrsiten gilt als eine der wichtigsten archäologischen Entdeckungen der letzten Jahre. Gemeinsam mit der Fachstelle Archäologie sucht der Kurverein Kehrsiten Wege, diese bedeutende Fundstätte im Rahmen von sanftem, nachhaltigem Tourismus der interessierten Allgemeinheit zugänglich zu machen.











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